Quartalsfinanzbericht Q3 2024 (IFRS)
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Menschenrechte sind universell. Als global tätiger Gesundheitskonzern betrachten wir die Einhaltung der Menschenrechte als integralen Bestandteil unserer Verantwortung. Die medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten und das Wohl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören zu den zentralen Handlungsfeldern unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht.
Menschen stehen bei uns im Fokus. Wir leisten einen wesentlichen Beitrag, um Menschen weltweit Zugang zu Gesundheitsversorgung zu ermöglichen sowie dafür notwendige Medizintechnik und Arzneimittel herzustellen. Das ist nur durch das Engagement von mehr als 175.000 Menschen möglich, die Fresenius zu einem globalen Gesundheitskonzern machen. Gleichzeitig sind wir in unserer Wertschöpfungskette auf Tausende Menschen weltweit angewiesen, die für unsere Lieferanten und Geschäftspartner tätig sind. Deshalb setzen wir uns für die Achtung der Menschenrechte in unserem eigenen Geschäftsbereich sowie unserer Wertschöpfungskette ein.
Die auf diesem Bild gezeigten Personen und Geschichten sind rein fiktiv. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Anjing und Lisa arbeiten an Vorprodukten. Diese beziehen wir von unseren Lieferanten. In unseren eigenen Fertigungsstätten verarbeiten wir sie dann weiter, bspw. zu Medizintechnik, die in Krankenhäusern bei der Behandlung von Menschen hilft. Von unseren Lieferanten erwarten wir, dass sie unsere menschenrechtlichen Grundsätze achten – auch in ihrer Wertschöpfungskette. Die Grundlage dafür bilden unsere Menschenrechtserklärung und unsere Verhaltenskodizes für Geschäftspartner. Denn auch bei der Arbeit von Menschen wie Anjing und Lisa, die tief in unserer Wertschöpfungskette tätig sind, können Risiken entstehen oder sogar Menschenrechte verletzt werden. Im Rahmen unseres Einflussvermögens setzen wir uns für entsprechende vorbeugende oder Abhilfe schaffende Maßnahmen ein.
Dunya wohnt mit ihren Kindern neben einer unserer Produktionsstätten. Auch wenn sie nicht an Vorprodukten arbeitet oder bei Fresenius tätig ist, sind ihre Menschenrechte zu achten. So ist Fresenius zum Beispiel dafür verantwortlich, Wasser- und Luftverschmutzung oder unverhältnismäßige Lärmbelästigung zu vermeiden. Um so das Wohlergehen von Menschen wie Dunya und ihren Kindern zu unterstützen.
Alejandro arbeitet für ein Logistikunternehmen, das Fresenius beim Transport von Arzneimitteln und Medizintechnik unterstützt. Als direkter Vertragspartner ist das Unternehmen ein wichtiger Teil unserer Wertschöpfungskette. Risikobasiert analysieren wir mögliche Risiken für Menschen wie Alejandro. Wir leiten zusätzliche Präventionsmaßnahmen ein, wenn es geboten ist.
Chi, Benjamín, Shiva und Carmen arbeiten für Fresenius. Trotz unterschiedlicher Berufe und Aufgabenbereiche haben sie eines gemeinsam: Fresenius ist als Arbeitgeber für die Achtung ihrer Menschenrechte im betrieblichen Kontext verantwortlich. Dazu gehört beispielsweise die Arbeitssicherheit durch angemessene Schutzausrüstung im Umgang mit Patientinnen und Patienten. Oder auch, dass Menschen wie Chi, Benjamín, Shiva und Carmen im Umgang mit Betriebsmitteln geschult werden oder mindestens die gesetzlichen Pausen- und Ruhezeiten einhalten.
Wie für Millionen andere geben wir täglich unser Bestes für die Gesundheit von Najuk und Valentina. Ob im Krankenhaus, zu Hause oder ambulant – sie sind Teil unserer Wertschöpfungskette. Während Najuk im Krankenhaus behandelt wird, erhält Valentina zu Hause unsere Medikamente. Das Wohl von Najuk, Valentina und all unseren Patientinnen und Patienten steht im Mittelpunkt unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht.
Unser Menschenrechtsprogramm – für unsere eigenen Geschäftsabläufe und für unsere Wertschöpfungskette – stützt sich auf fünf Bausteine*:
*Bitte beachten Sie, dass weiterführende Erläuterungen zu den Säulen unseres Menschenrechtsprogramms zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.
Fresenius bekennt sich dazu, Menschenrechte zu achten. Dieses Bekenntnis unterstreichen wir mit einer vom Konzernvorstand verabschiedeten Menschenrechtserklärung (Human Rights Statement). Unserer Selbstverpflichtung liegen die folgenden Grundprinzipien zugrunde, die für unseren eigenen Geschäftsbereich sowie für unsere Wertschöpfungskette gelten:
Wir möchten ein respektvolles Arbeitsumfeld mit sicheren und gesunden Arbeitsbedingungen schaffen. Die von uns gezahlten Löhne und Gehälter sollen den lokalen Branchenkonditionen bzw. Mindestlöhnen entsprechen oder diese übersteigen. Bei der Festlegung berücksichtigen wir die jeweiligen Marktbedingungen.1 Wir halten uns an die entsprechenden Gesetze und Vorschriften am jeweiligen Arbeitsort und orientieren uns an den internationalen Arbeitsnormen. Wir streben danach, Löhne und Gehälter zu zahlen, die unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihren Familien einen angemessenen Lebensstandard ermöglichen.
Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sind grundlegende Aspekte unserer Geschäftstätigkeit. Wir streben danach, Gefahren und Risiken am Arbeitsplatz zu erkennen, einzudämmen und zu vermeiden und so ein Arbeitsumfeld zu fördern, das zum Wohlergehen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beiträgt.2
1 Zahlung eines fairen Lohns, der mindestens dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn entspricht; orientiert an den Übereinkommen 26 und 131 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
2 Achtung der Verpflichtungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz nach den entsprechenden lokalen Gesetzen, um die Gefahr von Arbeitsunfällen oder arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu verhindern; orientiert an den ILO-Übereinkommen 1, 155 und 164.
Wir respektieren das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen. Dazu gehört auch das Recht unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, frei zu entscheiden, ob sie eine Arbeitnehmervertretung oder eine Gewerkschaft gründen und/oder sich von einer solchen vertreten lassen wollen oder nicht, in Übereinstimmung mit dem Gesetz am jeweiligen Arbeitsort.3
3 Orientiert an den ILO-Übereinkommen 87, 98, 135 und 154.
Niemand sollte Kinderarbeit, Zwangsarbeit, jeglicher Form moderner Sklaverei oder sklavereiähnlichen Praktiken ausgesetzt sein. Wir verurteilen Kinderarbeit und untersagen diese strikt. Wir respektieren und halten uns an das jeweils geltende Mindestalter für Beschäftigungen.4 Wir dulden keinerlei Gewaltanwendung, Gewaltandrohung oder andere Formen der Nötigung. Die Nutzung, Unterstützung oder Billigung von ausbeuterischer Arbeit oder Zwangsarbeit sowie jeglicher Form moderner Sklaverei wird von uns strikt untersagt. Alle Arbeitsverhältnisse müssen auf Freiwilligkeit beruhen und können von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jederzeit unter Einhaltung einer angemessenen Kündigungsfrist im Einklang mit den geltenden Gesetzen gekündigt werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen für ihre Arbeit oder Dienstleistung angemessen entschädigt werden. Löhne und Gehälter müssen fair und konform mit den gesetzlichen Bestimmungen am Arbeitsort sein. Sie dürfen nicht unrechtmäßig vorenthalten werden.5
4 Orientiert an den ILO-Bestimmungen über das Verbot von Kinderarbeit unter dem Mindestalter gemäß ILO-Übereinkommen 138, über das Verbot der schlimmsten Formen der Kinderarbeit gemäß ILO-Übereinkommen 182 sowie an dem UN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes.
5 Achtung des Verbots von Zwangsarbeit, mit Ausnahme von Arbeiten und Dienstleistungen nach den ILO-Konventionen 29 und 105 oder nach dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte von 1966.
Wir dulden keine Form der Diskriminierung oder Belästigung aufgrund von Eigenschaften oder anderen Kriterien, die durch gesetzliche Bestimmungen am Arbeitsort geschützt sind. Dazu gehören nationale oder ethnische Abstammung, Hautfarbe, soziale Herkunft, Gesundheitszustand, Staatsbürgerschaft, Behindertenstatus, sexuelle Orientierung, Alter, Geschlecht oder Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck, Familienstand, Schwangerschaft, politische Meinung oder Religion. Welche Aspekte gesetzlich geschützt sind, kann je nach Arbeitsort variieren. Wir sind aber grundsätzlich der Ansicht, dass alle Menschen fair und gleich zu behandeln sind.6
6 Orientiert an den ILO-Übereinkommen 111 und 159.
Wir bekennen uns zu unserer gemeinschaftlichen Verantwortung, die Natur als Lebensgrundlage zu schützen, Ressourcen effizient einzusetzen und unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Denn alle Menschen und Gemeinschaften haben das Recht, in einer sauberen, sicheren und gesunden Umwelt zu leben. In all unseren Geschäftsabläufen wollen wir die Rechte und Gewohnheiten der lokalen Gemeinschaften respektieren. Wir streben danach, ihre Existenzgrundlage nicht durch Bodenschäden, Wasser- und Luftverschmutzung, schädliche oder unverhältnismäßige Lärmbelästigung und übermäßigen Wasserverbrauch zu gefährden, die sich negativ auf das menschliche Wohlergehen auswirken. Diese Aspekte sind uns wichtig, da wir uns der inhärenten Verbindung zwischen dem Umweltschutz und dem Recht auf Leben bewusst sind.
Wir wollen uns nicht an unrechtmäßigen Vertreibungen oder der Aneignung von Land, Wäldern oder Gewässern beteiligen, die Lebensgrundlage für Menschen sind. Wir erkennen an, dass keiner Person oder Gemeinschaft ohne eine angemessene juristische Begründung oder ein ordnungsgemäßes Gerichtsverfahren ihr Eigentum, Land oder ihr Zugang zu Land und Wasser entzogen werden darf.
Wir tolerieren keinerlei übermäßige Gewaltanwendung, erniedrigende Behandlung und auch keine Form der Schädigung des körperlichen Wohlergehens. Sicherheitspersonal darf nur präventiv und respektvoll tätig werden und muss sich bemühen, Sicherheitsfragen gewaltfrei zu lösen.
Die hohen Standards, die wir uns selbst setzen, erwarten wir auch von Dritten, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir fordern daher auch von unseren Lieferanten und anderen Geschäftspartnern, dass sie die Menschenrechte im Einklang mit den Grundsätzen achten, die in dieser Erklärung und in den Verhaltenskodizes des Fresenius-Konzerns niedergelegt sind. Dazu gehört insbesondere die Umsetzung geeigneter Verfahren, um die Achtung der Menschenrechte sicherzustellen – auch in ihren eigenen Wertschöpfungsketten. Zudem dürfen sie in keiner Weise einen Verstoß gegen diese Grundsätze auslösen, sich daran mitschuldig machen oder anders daran beteiligt sein. Von unseren Lieferanten und anderen Geschäftspartnern erwarten wir, dass sie auf Anfrage nachweisen können, wie sie die in dieser Erklärung festgelegten Menschenrechtsprinzipien einhalten.
Unsere in dieser Erklärung dargelegten Bestrebungen orientieren sich an den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP) sowie an den einschlägigen, international anerkannten Menschenrechtsstandards und -rahmenwerken, wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN), dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Sozialpakt), dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (Zivilpakt), der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit sowie dem OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln, wie sie auf unsere Menschenrechtserklärung anzuwenden sind. Wir streben danach, geltende nationale Gesetze, wie beispielsweise das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), einzuhalten.
In Fällen, in denen die internationalen Menschenrechte durch lokale Gesetze eingeschränkt werden, streben wir danach, die Prinzipien der internationalen Standards zu fördern, ohne gegen die lokalen Gesetze zu verstoßen.
− Lasse Kowalewski, Head of Group Human Rights Office
Kontakt
Fresenius SE & Co. KGaA
Else-Kröner-Str. 1
61352 Bad Homburg
Deutschland
humanrights@fresenius.com
Hinweisgebersystem
Hinweise zu möglichen menschenrechtlichen oder andersartigen Compliance-Verstößen können Sie rund um die Uhr namentlich oder anonym über unser Hinweisgebersystem* melden:
Telefonnummer: +49 (0) 800 181 1338*
https://freseniusgroup.ethicspoint.com
Weitere Infos zum Hinweisgebersystem
* Es gelten die Tarife Ihres Mobilfunk- bzw. Festnetzvertrages
mAbxience, eine Mehrheitsbeteiligung der Fresenius Kabi, und Egis haben eine strategische Vertriebspartnerschaft für zwei Biosimilar-Kandidaten in zentral- und osteuropäischen Schlüsselmärkten unterzeichnet.
Fresenius Kabi, Operating Company von Fresenius, baut mit dieser neuen Partnerschaft mit Egis das Biopharma-Geschäft und das strategische Netzwerk weiter aus. Damit verleihen beide Unternehmen ihrem gemeinsamen Engagement Ausdruck, den Zugang zu wichtigen und hochwertigen Biosimilar-Therapien in Märkten zu verbessern, in denen die Finanzierbarkeit und Zugänglichkeit von entscheidender Bedeutung sind. Die Partnerschaft stärkt die Präsenz von Fresenius Kabi in Mittel- und Osteuropa und zeugt erneut von dem Engagement des Unternehmens, Innovationen und den Zugang zu lebensrettenden Behandlungen im globalen Gesundheitswesen voranzutreiben – ganz im Einklang mit #FutureFresenius.
mAbxience, eine Mehrheitsbeteiligung der Fresenius Kabi, und Egis haben eine strategische Vertriebspartnerschaft für zwei Biosimilar-Kandidaten in zentral- und osteuropäischen Schlüsselmärkten unterzeichnet.
Fresenius Kabi, Operating Company von Fresenius, baut mit dieser neuen Partnerschaft mit Egis das Biopharma-Geschäft und das strategische Netzwerk weiter aus. Damit verleihen beide Unternehmen ihrem gemeinsamen Engagement Ausdruck, den Zugang zu wichtigen und hochwertigen Biosimilar-Therapien in Märkten zu verbessern, in denen die Finanzierbarkeit und Zugänglichkeit von entscheidender Bedeutung sind. Die Partnerschaft stärkt die Präsenz von Fresenius Kabi in Mittel- und Osteuropa und zeugt erneut von dem Engagement des Unternehmens, Innovationen und den Zugang zu lebensrettenden Behandlungen im globalen Gesundheitswesen voranzutreiben – ganz im Einklang mit #FutureFresenius.
26. Februar 2025 - 13:30 Uhr
Bad Homburg, Deutschland
Fresenius entwickelt seine Care Provision Plattform weiter, deren Kernbestandteil auch Helios Deutschland ist: Das Unternehmen hat in Wiesbaden mit dem Neubau der Helios HSK eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands eröffnet. Die Helios HSK ist Kern des Klinikclusters Wiesbaden-Taunus und beherbergt 25 Fachkliniken und fünf Institute. Bei einem feierlichen Festakt würdigten heute rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medizin den Neubau. Zu ihnen gehörten neben dem hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein unter anderem auch die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz und Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende.
Boris Rhein, Ministerpräsident von Hessen: „Mit dem Umzug in den Klinik-Neubau während des laufenden Betriebs haben alle Beschäftigten der Helios HSK Großartiges geleistet. Sie haben unter herausfordernden Bedingungen eindrucksvoll gezeigt, dass die Patientinnen und Patienten hier in besten Händen sind. Unsere Landeshauptstadt erhält mit dem Neubau eine Klinik für Maximalversorgung und die modernste Großklinik Deutschlands – mit 25 Fachkliniken sowie fünf Instituten und knapp 900 Betten. Es ist auch ein starkes Signal für die Innovationskraft hessischer Unternehmen und die Stärke unserer Wirtschaft. Mit der feierlichen Eröffnung schlagen wir ein neues Kapitel der Gesundheitsversorgung in Hessen auf. Allen Beteiligten danke ich im Namen der Hessischen Landesregierung und wünsche der Helios HSK weiterhin viel Erfolg.“
Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: „Die neue Helios HSK ist ein Maximalversorger, der fortschrittlichste Diagnostik und Therapie mit neuesten Technologien ermöglicht. Hier geben unsere Kolleginnen und Kollegen jeden Tag ihr Bestes für das Patientenwohl und lösen so das Versprechen ‚Committed to Life‘ von Fresenius ein. Der medizinische Fortschritt findet so rasant wie vermutlich nie zuvor in der Geschichte statt. Künstliche Intelligenz, Robotik, digitale Technologien und Durchbrüche in der Gen- und Zellforschung ermöglichen Therapien in einer Qualität, wie sie vor einigen Jahren noch undenkbar schienen. Unsere Aufgabe als führendes therapiefokussiertes Unternehmen ist es, diese Fortschritte so vielen Menschen so schnell wie möglich zugänglich zu machen.“
Robert Möller, Vorstandsmitglied von Fresenius und Helios CEO: „Erstklassige medizinische Versorgung, hohe Qualität der Behandlungsergebnisse und Patientenzufriedenheit sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Ein Krankenhaus von Grund auf neu zu bauen, bietet die großartige Chance, nach den neuesten medizinischen und pflegerischen Erkenntnissen zu gestalten und damit optimal auf die Patientinnen und Patienten auszurichten. Und das ist in Wiesbaden eindrucksvoll gelungen. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dieses Mammutprojekt realisiert haben. Die neue Klinik wird eine große Strahlkraft über Wiesbaden hinaus haben und ist einer der modernsten Medizin-Arbeitsplätze in Deutschland.“
Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege: „Als Hessische Familien- und Gesundheitsministerin möchte ich ein besonderes Augenmerk darauf lenken, dass durch den Neubau im Bereich der Geburtsstation und der Kinder- und Jugendmedizin modernste Versorgungsangebote geschaffen werden konnten. Das alles findet sich nun unter einem Dach und in unmittelbarer Nähe zueinander: die Geburtshilfe, die Neonatologie, die Kinderintensivmedizin und die Kinderklinik. Mit dem neuen Gebäude haben wir die HSK darin unterstützt, als Maximalversorger mit der rasanten medizinischen Entwicklung Schritt halten zu können, komplexe und schwierige Erkrankungen und Verletzungen zu behandeln, seinen medizinischen Betrieb an diesen Fortschritt und Wandel anzupassen sowie seine Organisation und Betriebsabläufe zu optimieren. Unsere Richtschnur ist immer die hochwertige Patientenversorgung in Hessen.“
Optimale Behandlungswege, neueste Therapien und eine Ausstattung mit hochmoderner Medizintechnik ermöglichen in der Helios HSK Spitzenmedizin auf einem neuen Behandlungsniveau. Patientinnen und Patienten bietet sich ein Krankenhaus, das bereits baulich gänzlich auf ihre Bedürfnisse hin ausgerichtet ist. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleben ein hochattraktives Arbeitsumfeld, in dem sie sich noch besser ihren Patientinnen und Patienten zuwenden können.
Die Helios HSK ist unter anderem zertifiziert als Onkologisches Zentrum mit zehn geprüften Organzentren sowie als überregionales Traumazentrum. In dem siebengeschossigen Haus mit rund 900 Betten und etwa 3.000 Mitarbeitenden können jährlich rund 170.000 Patientinnen und Patienten behandelt werden.
Zu den Highlights der Klinik gehören 22 OP-Säle, die meisten davon mit Tageslicht, zwei Intensivstationen, ein Hubschrauber-Dachlandeplatz, eine Schlaganfall-Spezialstation und eine Notaufnahme mit Zugriff auf Spitzentechnologie. Darunter befindet sich auch ein besonderer Spektral-Computertomograph, der von Künstlicher Intelligenz unterstützt wird. Nur wenige Meter trennen die Ankunftshalle für Rettungswagen vom Schockraum und anderen lebensrettenden Bereichen.
Ein ganzer Trakt des Krankenhauses beherbergt zudem ein modernes Eltern-Kind-Zentrum mit sechs Kreißsälen, Frühgeborenen-Intensivstation und eigenem Notfall-OP. Kurze Wege auch hier: Alles befindet sich auf einer Ebene, sämtliche Experten für die Versorgung der Kleinsten arbeiten in Rufnähe zusammen.
Der Neubau der Helios HSK ist das bislang größte Krankenhaus-Investitionsprojekt von Fresenius. Das Unternehmen hat das Investitionsvolumen von insgesamt mehr als 300 Mio. Euro zum weitaus größten Teil aus Eigenmitteln finanziert. Das Land Hessen steuerte rund 68 Mio. Euro bei.
Mehr Informationen zur Helios HSK: www.helios-gesundheit.de/wiesbaden-hsk
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
Quartalsfinanzbericht Q3 2024 (IFRS)
Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: „Team Fresenius hat in einem hervorragenden dritten Quartal wieder geliefert und die Performance auf breiter Basis gesteigert: Bei einem kräftigen Umsatzwachstum konnten wir gleichzeitig die Marge verbessern. Durch die Ausrichtung auf Kabi und Helios sind wir fokussierter und stärker. Beide Geschäfte liefern eine konstant und nachhaltig gute Performance. Das zeigt sich auch bei der exzellenten Cashflow-Entwicklung. Wir nutzen unsere Finanzkraft, um die Verschuldung weiter zu verringern, das Wachstum des Ergebnisses je Aktie zu steigern und die Renditen zu erhöhen. Quartal für Quartal zeigen wir, dass sich #FutureFresenius auszahlt. Im Mittelpunkt unseres Handelns steht unsere Mission: Wir retten Menschenleben und verbessern Lebensqualität und Gesundheit. Fresenius ist: Committed to life.“ Sen weiter: „Angesichts der starken ersten neun Monate erhöhen wir unsere Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr.“
1 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Wachstumsrate bereinigt um Hyperinflation in Argentinien
4 Ohne Fresenius Medical Care
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
6 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
Telefonkonferenz und Audio-Webcast
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 3. Quartal 2024 findet am 6. November 2024 um 13:30 Uhr (CET) / 07:30 Uhr EST eine Telefonkonferenz bzw. ein Audio-Webcast statt. Die Telefonkonferenz können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung zur Verfügung.
Hinweis auf Darstellungsweise der Finanzzahlen
Eine Übersicht der Darstellungsweise der Finanzzahlen finden Sie auf Seite 14 dieser Investor News.
Ziel der strukturellen Produktivitätsverbesserungen frühzeitig erreicht
Die konzernweiten Kosten- und Effizienzmaßnahmen kommen schneller als geplant voran. Das Ziel, jährliche nachhaltige Kosteneinsparungen von ~400 Mio € auf EBIT-Ebene zu realisieren, wurde mit kumuliert 408 Mio € bereits im 3. Quartal 2024 erreicht. Dieses Ziel war ursprünglich für Ende 2025 ausgegeben.
Fresenius wird seine Anstrengungen fortsetzen, die strukturelle Produktivität auch weiterhin zu erhöhen. Nachdem Kabi bislang den Großteil der Einsparungen erzielt hat, wird zukünftig Fresenius Helios mit einem dezidierten Effizienzprogramm die operative Exzellenz und hierbei insbesondere die Reduzierung von Prozess- und Wartezeiten verbessern. Auch sollen die Digitalisierung von Abläufen sowie die Optimierung von Ressourcen vorangetrieben und Synergiepotentiale in den Bereichen Logistik und Beschaffung gehoben werden. Ein Update wird mit der Veröffentlichung der Gesamtjahresergebnisse im Februar 2025 bekannt gegeben.
Strukturelle Kosteneinsparungen sollen jedoch auch weiterhin von Fresenius Kabi und dem Corporate Center vorangetrieben werden. Die wichtigsten Elemente zur Produktivitätsverbesserung sind die Verringerung der Komplexität, die Optimierung von Lieferketten und Verbesserungen von Beschaffungsprozessen.
Konzern Umsatz- und Ergebnisentwicklung
Der Konzernumsatz vor Sondereinflüssen stieg um 7 % (währungsbereinigt um 9 %) auf 5.303 Mio € (3. Quartal 2023: 4.967 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 %2 aufgrund der anhaltend starken Entwicklung bei Kabi und Helios. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum.
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 814 Mio € (3. Quartal 2023: 783 Mio €).
Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 8 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 552 Mio € (3. Quartal 2023: 509 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die gute Ergebnisentwicklung von Kabi und Helios zurückzuführen sowie auf den kontinuierlichen Fortschritt des konzernweiten Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,4 % (3. Quartal 2023: 10,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT lag bei 492 Mio € (3. Quartal 2023: 362 Mio €).
Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -116 Mio € (3. Quartal 2023: -102 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Finanzierungsmaßnahmen bei höherem Zinsniveau.
Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 24,5 % (3. Quartal 2023: 23,1 %).
Das Ergebnis3 der dekonsolidierten Aktivitäten der Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen stieg um 38 % (währungsbereinigt: 42 %) auf 76 Mio € (3. Quartal 20233: 55 Mio €).
Das Konzernergebnis3 vor Sondereinflüssen stieg um 12 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 388 Mio € (3. Quartal 20233: 347 Mio €). Der Anstieg ist auf die gute operative Entwicklung zurückzuführen. Das berichtete Konzernergebnis3 erhöhte sich auf 326 Mio € (3. Quartal 20233: -406 Mio €) im Wesentlichen aufgrund des positiven Ergebnisbeitrags von Fresenius Medical Care. Das negative Konzernergebnis in der Vorjahresperiode resultiert aus dem nicht-zahlungswirksamen Bewertungseffekt von Fresenius Medical Care nach IFRS 5.
Das Konzernergebnis3 vor Sondereinflüssen ohne Fresenius Medical Care stieg um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 312 Mio € (3. Quartal 20233: 292 Mio €).
Das Ergebnis je Aktie3 vor Sondereinflüssen stieg um 12 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 0,69 € (3. Quartal 20233: 0,62 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie3 betrug 0,58 € (3. Quartal 20233: -0,72 €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Die währungsbereinigten Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt. Finanzzahlen und Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru.
Konzern Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow (aus fortgeführten Aktivitäten) hat sich erhöht auf 763 Mio € (3. Quartal 2023: 603 Mio €). Diese exzellente Entwicklung ist insbesondere auf die sehr gute operative Geschäftsentwicklung und Verbesserungen im Netto-Umlaufvermögen bei Helios und Kabi zurückzuführen. Die operative Cashflow-Marge betrug 14,4 % (3. Quartal 2023: 12,1 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten (aus fortgeführten Aktivitäten) stieg auf 532 Mio € (3. Quartal 2023: 346 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten (aus fortgeführten Aktivitäten) verbesserte sich auf 623 Mio € (3. Quartal 2023: 102 Mio €).
Der operative Cashflow von Fresenius Kabi lag mit 374 Mio € weitestgehend unverändert auf dem Vorjahresniveau (3. Quartal 2023:380 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 17,7 % (3. Quartal 2023: 18,8 %).
Der operative Cashflow von Fresenius Helios erhöhte sich auf 454 Mio € (3. Quartal 2023: 208 Mio €) im Wesentlichen infolge des verbesserten Managements von Cash und des Netto-Umlaufvermögens in Deutschland und Spanien. Die Cashflow-Marge lag bei 14,7 % (3. Quartal 2023: 7,3 %).
Die Cash Conversion Rate (CCR), die das Verhältnis des adjustierten Free Cashflow1 zum EBIT vor Sondereinflüssen abbildet, stieg im 3. Quartal 2024 auf 1,2 (LTM) (Q3/23: 0,9, LTM). Diese positive Entwicklung ist auf den verstärkten Fokus auf den Cashflow in der gesamten Gruppe zurückzuführen. Für das Gesamtjahr 2024 wird eine CCR von circa 1 erwartet.
1 Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen
Konzern Verschuldung
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns gingen um -16 % zurück (währungsbereinigt: -16 %) auf 13.317 Mio € (31. Dezember 2023: 15.830 Mio €). Die ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen, was durch die exzellente Cashflow-Entwicklung ermöglicht wurde sowie auf den Rückgang der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 400 Mio € im Zusammenhang mit dem Vamed-Ausstieg. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns reduzierten sich um -11 % (währungsbereinigt: -11 %) auf 11.823 Mio € (31. Dezember 2023: 13.268 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 30. September 2024 lag bei 3,24x1,2 (31. Dezember 2023: 3,76x1,2), was einer weiteren Verbesserung gegenüber dem 4. Quartal 2023 um 52 Basispunkte entspricht. Dies ist durch die erfolgreiche Entwicklung beim EBITDA und beim Free Cashflow erreicht worden. Darüber hinaus begünstigten die rechtlich bedingte Aussetzung der Dividendenzahlung und der Vamed-Ausstieg die positive Entwicklung. Gegenüber dem 3. Quartal 2023 (4,03x1,2) entspricht dies einer Verbesserung von 79 Basispunkten.
Fresenius erwartet, bis zum Jahresende 2024 eine weitere Verbesserung der Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA3. Es wird nun erwartet, das untere Ende des selbst definierten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x zu erreichen. Dies soll insbesondere durch die weitere Reduzierung der Nettoverschuldung und die Verbesserung der operativen Leistung der Operating Companies erreicht werden.
Der ROIC verbesserte sich im 1.-3. Quartal 2024 auf 6,1 % (FY/23: 5,2 %). hauptsächlich aufgrund der guten EBIT-Entwicklung und disziplinierter Kapitalallokation. Damit lag der ROIC in der anvisierten Bandbreite von 6 bis 8 %. Für das Geschäftsjahr 2024 geht Fresenius nun davon aus, dass die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) über 6,0 % liegen wird (zuvor: rund 6,0 %).
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
2 Vor Sondereinflüssen
3 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/ -Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten, inklusive Dividende der Fresenius Medical Care
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse | FSE (fresenius.com).
Operating Company Fresenius Kabi
Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 5 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 2.114 Mio € (3. Quartal 2023: 2.021 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 11 %1, was auf die positiven Preiseffekte, insbesondere aus Argentinien zurückzuführen ist sowie auf die gute Entwicklung der Wachstumsvektoren.
Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) stieg um 9 % (währungsbereinigt: 16 %) auf 1.158 Mio € (3. Quartal 2023: 1.067 Mio €). Das organische Wachstum lag bei ausgezeichneten 16 %1.
Das organische Umsatzwachstum von 11 %1 im Bereich Nutrition profitierte von positiven Preiseffekten aus Argentinien und der guten Entwicklung in den USA, vor allem bei der gut voranschreitenden Markteinführung von Fettemulsionen. Das Wachstum in China war weiterhin von der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage, Preisrückgängen im Zusammenhang mit Ausschreibungen sowie von den indirekten Auswirkungen der landesweiten Anti-Korruptionskampagne der Regierung beeinträchtigt. Der Bereich Biopharma verzeichnete ein exzellentes organisches Wachstum von 66 %1, das auf die insgesamt erfolgreiche Produkteinführung von Biosimilars in Europa und den USA zurückzuführen ist, insbesondere von Tyenne. Darüber hinaus verzeichnete mAbxience eine starke Entwicklung, die auf Bevacizumab und Meilensteinzahlungen zurückzuführen ist. Das organische Wachstum im Bereich MedTech betrug 7 %1 aufgrund der insgesamt positiven Entwicklung in den USA, Europa und international bei Infusions- und Ernährungssystemen.
Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) stieg um 2 % (währungsbereinigt: 3 %, organisch: 6 %1) auf 957 Mio € (3. Quartal 2023: 941 Mio €). Das organische Wachstum war vor allem auf die starke Entwicklung in Europa und International sowie auf ein solides Wachstum in den USA zurückzuführen, das durch Verbesserungen bei den Lieferrückständen getrieben wurde. Die schwächere Entwicklung in China konnte hierdurch kompensiert werden.
Der EBIT2 von Fresenius Kabi stieg um 16 % (währungsbereinigt: 16 %) auf 335 Mio € (3. Quartal 2023: 289 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der guten Umsatzentwicklung, des Break-Even-Ergebnisses bei Biopharma und kontinuierlicher Fortschritte bei den Kosteneinsparungsmaßnahmen. Die EBIT-Marge2 betrug 15,9 % (3. Quartal 2023: 14,3 %) und lag damit am oberen Ende des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2024.
Der EBIT2 der Wachstumsvektoren stieg um 62 % (währungsbereinigt: 53 %) auf 168 Mio € (3. Quartal 2023: 104 Mio €) aufgrund des positiven EBIT bei Biopharma und der guten Umsatzentwicklung. Die EBIT-Marge2 betrug 14,5 % (3. Quartal 2023: 9,8 %). Für das Biopharma-Geschäft wird nun auch für das Gesamtjahr 2024 ein positiver EBIT erwartet.
Der EBIT2 im Bereich Pharma fiel um -9 % (währungsbereinigt: -8 %) auf 182 Mio € (3. Quartal 2023: 200 Mio €), was in erster Linie auf zusätzliche Kosten aufgrund des Produktionsbeginns in den wichtigen US-Werken in Wilson und Melrose Park zurückzuführen ist. Die EBIT-Marge2 betrug 19,0 % (3. Quartal 2023: 21,3 %).
1 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
2 Vor Sondereinflüssen
Die währungsbereinigten Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse | FSE (fresenius.com).
Operating Company Fresenius Helios
Der Umsatz vor Sondereinflüssen stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 3.082 Mio € (3. Quartal 2023: 2.863 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %.
Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.940 Mio € (3. Quartal 2023: 1.800 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Preiseffekten und steigenden Fallzahlen. Weiterhin unterstützen positive technische Einmaleffekte aus der Umklassifizierung von Umsätzen das Wachstum. Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %.
Der Umsatz von Helios Spanien vor Sondereinflüssen stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.142 Mio € (3. Quartal 2023: 1.062 Mio €) bedingt durch ein solides Fallzahlenwachstum trotz der erwartungsgemäß geringeren saisonalen Nachfrage sowie durch positive Preiseffekte. Das organische Wachstum betrug 8 %. Die Kliniken in Lateinamerika zeigten ebenfalls eine gute Leistung.
Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 244 Mio € (3. Quartal 2023: 229 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 7,9 % (3. Quartal 2023: 8,0%).
Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 8 % auf 170 Mio € (3. Quartal 2023: 157 Mio €). Q3/24 war das letzte Quartal, in dem staatliche Ausgleichszahlungen für höhere Energiekosten in die Gewinn- und Verlustrechnung einflossen und damit die Profitabilität unterstützten. Die EBIT-Marge1 betrug 8,8 % (3. Quartal 2023: 8,7 %).
Der EBIT1 von Helios Spanien fiel um -3 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 73 Mio € (3. Quartal 2023: 75 Mio €) bedingt durch die erwartungsgemäß geringere saisonale Nachfrage und zeitliche Verschiebungen. Die EBIT-Marge1 lag bei 6,4 % (3. Quartal 2023: 7,1 %). Auf der vergleichbareren Neunmonatsbasis lag die EBIT-Marge1 bei 11,2% (1.-3. Quartal 2023: 11,2 %).
Auswirkungen des Ausstiegs von Fresenius Vamed
Seit dem 2. Quartal 2024 ist Fresenius Vamed kein Berichtssegment mehr von Fresenius. Der Vamed Geschäftsbereich High-End-Services (HES), der für Fresenius Helios und andere Krankenhäuser Dienstleistungen erbringt, ist in der Segmentberichterstattung des Konzernabschlusses unter Corporate / Sonstige enthalten.
Der Verkauf des Rehabilitationsgeschäfts sowie der Aktivitäten der Vamed in Österreich führten in den ersten neun Monaten 2024 zu nicht-zahlungswirksamen Sondereffekten in Höhe von 406 Mio € auf Ebene des Konzernergebnisses.
Die Sondereinflüsse im Zusammenhang mit dem sukzessiven Ausstieg aus dem internationalen Projektgeschäft beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 441 Mio € auf Ebene des Konzern-EBIT und auf 357 Mio €2 auf Ebene des Konzernergebnisses. Insgesamt werden durch den Ausstieg aus dem internationalen Projektgeschäft Sondereinflüsse im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet, die sich über mehrere Jahre strecken und überwiegend zahlungswirksam werden.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Entsprechend Eigentümeranteil
Finanzzahlen und Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse | FSE (fresenius.com).
Konzern-Ausblick für 2024 und Ausblick Segmente1
Fresenius erhöht seinen Gesamtjahres-Ausblick. Auf Basis der ausgezeichneten ersten neun Monate 2024 erwartet Fresenius nun ein organisches Konzernumsatzwachstum2,4,5 zwischen 6 und 8 % (zuvor: zwischen 4 und 7 %) und ein Wachstum beim währungsbereinigten Konzern-EBIT3,4 von 8 bis 11 % (zuvor: zwischen 6 und 10 %) im Geschäftsjahr 2024 zu erreichen.
Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum5 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll in einer Bandbreite von 15 bis 16% liegen (strukturelles Margenband: 14 bis 17 %).
Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum4 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll zwischen 10 % und 11 % liegen (strukturelles Margenband: 10 bis 12 %).
Der Konzern-Ausblick wird ohne Fresenius Vamed gegeben, also ausschließlich für die Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios.
1 Die jeweilige Vorjahresbasis ist in der Tabelle „Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024“ dargestellt
2 Basis 2023: 20.307 Mio €
3 Basis 2023: 2.266 Mio €
4 Vor Sondereinflüssen
5 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024
Wenn kein Zeitrahmen angegeben ist, beziehen sich die Informationen auf Q3/2024.
Eine Übersicht der Ergebnisse des 3. Quartals 2024 – vor und nach Sondereinflüssen – finden Sie auf unserer Website.
Die Finanzzahlen für das 3. Quartal 2024 und für das 3. Quartal 2023 beinhalten Sondereinflüsse. Diese betreffen: Desinvestitionen Eugin und Krankenhaus Peru, Vamed Ausstieg, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fresenius Kosten- und Effizienzprogramm, Transaktionsbezogene Aufwendungen mAbxience, Ivenix, Rechtsformwechsel-Kosten Fresenius Medical Care, Anpassungen des Bestandsportfolios, IT-Transformation, Transformation/Ausstieg Vamed, nicht fortgeführte Aktivitäten Vamed, Sondereinflüsse bei Fresenius Medical Care sowie Auswirkungen PPA Equity-Methode Fresenius Medical Care. Die in den Überleitungsrechnungen dargestellten Sondereinflüsse sind jeweils im Segment "Corporate" ausgewiesen.
Erläuterungen zur Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care
Nach der Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care werden seit dem 1. Dezember 2023 die Finanzzahlen des Konzerns gemäß IAS 28 (At Equity-Methode) dargestellt. Der Anteil in Höhe von 32 % an Fresenius Medical Care in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz des Fresenius-Konzerns wird in einer separaten Zeile ausgewiesen. Die von Fresenius Medical Care erhaltenen Dividenden werden als Teil der Kapitalflussrechnung ebenfalls separat ausgewiesen. IAS 28 verlangt eine vollständige Kaufpreisallokation (PPA). Die Bilanzierung der PPA wird als Sondereinfluss behandelt. Aus Gründen der Vereinfachung und Vergleichbarkeit wird Fresenius das Konzernergebnis künftig mit und ohne dem Equity-Ergebnis ausweisen.
Erläuterungen zur Portfoliooptimierung bei Fresenius Helios
Im Zuge der Portfoliooptimierung wurde am 31. Januar 2024 der Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin abgeschlossen. Die Veräußerung der Beteiligung am Krankenhaus Clínica Ricardo Palma in Lima, Peru und der damit verbundene Ausstieg aus dem peruanischen Krankenhausmarkt wurden am 23. April 2024 abgeschlossen. Die Ergebnisse des 2. Quartals 2024 und des 2. Quartals 2023 von Fresenius Helios und entsprechend dem Fresenius-Konzern wurden entsprechend bereinigt.
Erläuterungen zu den Wachstumsraten bei Fresenius Kabi
Die Wachstumsraten zu konstanten Wechselkursen von Fresenius Kabi sind bereinigt. Die Anpassungen betreffen die Hyperinflation in Argentinien. Entsprechend wurden auch die konstanten Wachstumsraten des Fresenius-Konzerns angepasst.
Erläuterungen zum Vamed-Ausstieg
Aufgrund der Anwendung von IFRS 5 wurden die Vorjahreszahlen und Vorquartalszahlen des aktuellen Jahres in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Kapitalflussrechnung im Hinblick auf den angekündigten Vamed-Ausstieg angepasst. Der Vamed Geschäftsbereich High-End-Services (HES), der für Fresenius Helios und andere Krankenhäuser Dienstleistungen erbringt, wird auf Fresenius übertragen und ist in der Segmentberichterstattung des Konzernabschlusses unter Corporate / Sonstige enthalten. Details zu den finanziellen und bilanziellen Auswirkungen des Vamed-Ausstiegs und der Portfolioanpassungen bei Fresenius Helios finden Sie auf unserer Website.
Informationen zu den alternativen Leistungskennzahlen sind verfügbar unter www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.